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Brexbachtalbahn: FWG Bendorf sieht Reaktivierung weiterhin kritisch - würdigt jedoch Engagement des Vereins.

Die FWG Bendorf nahm am 09.03.2026 an einer Informationsveranstaltung des Vereins Brexbachtalbahn e.V. zur geplanten Reaktivierung der Bahnstrecke durch das Brexbachtal teil. Im Rahmen der Veranstaltung stellten die Vereinsvertreter den aktuellen Stand der Planungen vor.

Trotz der Beantwortung einzelner Fragen, insbesondere zur finanziellen Belastung der Stadt Bendorf sowie zur möglichen Nutzung der Strecke für Personen- und Güterverkehr, bleiben aus Sicht der FWG Bendorf erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit des Projekts in der derzeit diskutierten Form bestehen.

Mit Blick auf den Individualverkehr sieht die FWG Bendorf weiterhin offene Punkte. Insbesondere die Bahnübergänge in der Brauereistraße, der Adolph-Kolping-Straße sowie an der Querung der Hauptstraße sind betroffen. Hier drohen nicht nur erhebliche Investitionskosten für die Stadt, sondern auch spürbare Einschränkungen durch regelmäßige Sperrzeiten bei Zugdurchfahrten.

Vor dem Hintergrund des bereits heute stark belasteten Verkehrsaufkommens, insbesondere im Berufsverkehr sowie durch Pendlerströme in und aus Richtung Koblenz, Neuwied und Westerwald, sieht die FWG Bendorf diese zusätzlichen Belastungen weiterhin kritisch und als in der bisherigen Planung nicht genug beleuchtet an.

Auch die geplante Taktung wird im Hinblick auf ihre praktischen Auswirkungen, insbesondere auf Verkehrsaufkommen und Lärmbelastung, als problematisch eingeschätzt. Bis zu 15 Zugpaare täglich, entsprechend 30 Zugbewegungen durch Sayn und Bendorf, sowie zusätzlicher Güterverkehr könnten spürbare Auswirkungen auf Verkehrsfluss, Wartezeiten und die Lebensqualität der Anwohner haben.

Das langjährige Engagement des Brexbachtalbahn e.V. für den Erhalt der historischen Strecke wird ausdrücklich anerkannt. Eine touristische Nutzung der Bahnstrecke wird dabei als sinnvolle und realistische Perspektive gesehen, die einen positiven Beitrag zur touristischen Entwicklung leisten kann, unabhängig von einer umfassenden Reaktivierung im Regelbetrieb.

Die FWG Bendorf kündigt an, den weiteren Planungsprozess aufmerksam zu begleiten und den Dialog mit allen Beteiligten fortzusetzen. Gleichzeitig wird eine umfassende Verkehrszählung an den betroffenen Straßen sowie eine darauf aufbauende, unabhängige und realistische Wirtschaftlichkeitsprüfung des Gesamtprojekts angeregt. Als kommunalpolitische Wählergruppe sieht die FWG Bendorf ihre Aufgabe insbesondere darin, die Interessen der Bendorfer Bürgerinnen und Bürger sowie der Stadt Bendorf insgesamt in den Mittelpunkt zu stellen und die Entwicklungen aus dieser Perspektive zu bewerten.

🍊🍊🍊GUT FÜR BENDORF